Reflections Research & Consulting

Aspire the impossible. Create the future.

Wissen ist Ohnmacht.

“Wissen ist Macht”, mit diesem Konzept sind die meisten der heute im Arbeitsleben stehenden Menschen vertraut. Als Konsequenz daraus haben sie gelernt, ihr Wissen hermetisch zurückzuhalten und zum richtigen Zeitpunkt auszuspielen. Doch das ist ein Karriererezept von gestern, die Zukunft gehört der Offenheit.

Mehr dazu gibt’s hier in meiner neuen Kolumne im Karriereteil der Tageszeitung “Die Presse”.

Der Beitrag ist Teil der neuen Serie “Die Zukunftsmacher”, in der ich abwechselnd mit Harry Gatterer vom Zukunftsinstitut über die neue Welt der Arbeit schreibe.

Einsortiert unter:Future Of Work, Medien, Zukunft

Ideenalm: Im Gespräch zur Zukunft der Arbeit

Mit der Mehrblick Ideenalm haben Hannes Offenbacher und Nicole Arnitz eine Plattform für interdisziplinäre und lösungsorientierte Dialoge geschaffen, die sich einer nachhaltigen, zukunftsfähigen Gesellschaft widmen.

Klingt hochtrabend, ist aber überaus inspirierend. Denn was Hannes und Nicole gelungen ist, ist ganz und gar nicht selbstverständlich: Einige der führendsten Köpfe am Rande des Europäischen Forums Alpbach auf eine Alm zu locken, und von dort den unverstellten Blick ins weite Land für Reflexionen über Unternehmertum, Innovation und Zukunftsfähigkeit zu nutzen.

Im Ergebnis sind eine Reihe von Videogesprächen entstanden, in deren Kern es um Nachhaltigkeit geht, die aber auch zeigen, wie vielschichtig das Thema ist. Die zum Nachdenken anregen. Und Mut machen.

Dass dabei auch mir die Ehre zuteil wurde, freut mich wirklich aufrichtig. Natürlich bin ich gerne dem Ruf gefolgt, über die Zukunft der Arbeit zu sprechen, über veränderte Rollenbilder, ein neues Verständnis von Zeit und Raum, und über die Optimierung eines neuen Systems. Denn

Wir sind nicht dafür gemacht, an einem angenagelten Schreibtisch zu sitzen.

Das Ergebnis gibt’s hier: 15 Minuten Inspiration zur Zukunft der Arbeit.

Einsortiert unter:Future Of Work, Leadership

Hat das Mittelmanagement eine Chance?

Eine der spannendesten strukturellen Fragen im Zusammenhang mit der Zukunft der Arbeit ist jene nach der geeignetsten Aufbauorganisation. Auf das Zeitalter der pyramidenartigen Org-Charts (hoch, schlank, zur Spitze hin dünner werdend) folgte in den 80er/90er-Jahren die flachere Pyramide und schließlich die Matrixorganisation. Mit all ihren Herausforderungen.

Moderne und zukunftsweisende Organisationen erkennen jedoch: In einer zunehmend projektorientiert arbeitenden Wissensgesellschaft ist immer seltener eine Position im Orgchart wesentlich ist, als vielmehr die – punktuelle – Zugehörigkeit zu einem Projektteam (das sich, um die Komplexität noch mehr zu erhöhen, aus internen und externen Mitarbeitern zusammensetzt). Der Wandel ist in etwa vergleichbar mit der steigenden Bedeutung unstrukturierter Daten gegenüber fest in Prozessen gegossenen Workflows.

Doch wenn Aufbauorganisationen dynamischer werden, welche Rolle spielt dann das Mittelmanagement in der Zukunft? Klaus Woltron hat vor längerer Zeit das geradezu natürliche Anwachsen mittlerer Hierarchieebenen in Unternehmen beklagt und sie als ”Lehmschicht” bezeichnet, die zwischen dem entscheidungsfähigen Top-Management und den Mitarbeitern steht, die tagtäglich mit Kunden und Produkten zu tun haben. Seine Lösungsvorschläge lauteten: Erstens – anbohren. Also möglichst direkte Kommunikationskanäle zwischen Top-Management und Mitarbeitern schaffen. Zweitens – Lateralverschiebung. Die Lehmschicht weitgehend aus dem eigenen Unternehmen zu schieben und – idealerweise – den Mitbewerber dazu verleiten, sie zu übernehmen, auf dass dieser langsamer werde.

Anbohren ist heute leichter als je zuvor möglich: Social Media ist eines der vielversprechensten Konzepte zu Verflachung von ursprünglich hierarchischen Kommunikationswegen. Doch auch abseits davon bleibt die Frage nach der Daseinsberechtigung eines Mittelmanagements, das vor allem strukturbewahrend und kontrollierend agiert. Dass diese Diskussion vor dem Hintergrund der Generation Y neue Dynamik erhält, kann man in diesem Artikel recht eindrucksvoll nachlesen.

Hat das Mittelmanagement eine Chance? Ja, aber nur wenn seine Rolle neu definiert wird. Perspektiven dazu entstehen ja bereits, z.B. in Richtung Creative Management oder in Richtung Coach statt Vorgesetzter. Schon immer war der mittlere Manager in seiner Sandwich-Position eine der herausfordernsten Positionen. Die Zukunft der Arbeit steigert diese Anforderungen nun noch mehr und es wird klar: Mittelmanagement ist keine Durchlaufposition auf dem Karriereweg, sondern eine sehr spezifische und hochqualifizierte Position mit neuem Anforderungsprofil.

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Franz Kühmayer ist Gründer und Eigentümer der Strategieberatung
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