Reflections on work and life.

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Geschliffen nichtssagend – auch ganz ohne Medientrainings

Kennen Sie das? Ein Interview in einer Nachrichtensendung und der Studiogast antwortet nur ausweichend auf die Fragen des Reporters und sagt in umständlichen Sätzen eigentlich gar nichts aus. Nachher ist man genauso klug wie zuvor.

Sie denken, das ist nur dank ausgefeilter Medientrainings möglich? Da irren Sie sich, wie das folgende tatsächlich stattgefundene Beispiel auf erfrischende Art und Weise demonstriert:

Der englische Paradesender BBC macht einen Beitrag zum Thema Downloads und lädt den Medien-Experten Guy Kewney ins Studio zum Interview. Gleichzeitig erscheint der Taxifahrer Guy Goma für ein Bewerbungsgespräch und wird prompt verwechselt.

guy_goma Ehe der Taxilenker weiss, wie ihm geschieht, ist er schon verkabelt und geht on Air. Nachher wird er sagen, dass er dachte, das ganze wäre Teil des Bewerbungsgespräches und da habe er halt so gut wir möglich mitgespielt. Das ganz kurze Video ist eigentlich schon jetzt ein Klassiker der Mediengeschichte und der Interviewte hat es damit auch zu einem Eintrag in Wikipedia gebracht.

Die Frage ist: Wievielen Zuschauern ist eigentlich aufgefallen, dass der Experte eben doch keiner ist? Und was sagt uns das über die tägliche Qualität der Nachrichten ;)

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Longhorn, oder: Wie Codenamen bei Microsoft entstehen

In wenigen Monaten erscheint ja die nächste Version von Windows, die im Handel den Namen Windows Vista tragen wird. Der Name Vista wird vom amerikanischen Ausdruck für "Aussichtspunkt" hergeleitet, denn Windows Vista sorgt mit seiner Benutzeroberfläche für Übersichtlichkeit.

Intern und in der Fan-Gemeinde wurde Vista allerdings lange nur mit seinem Codenamen bezeichnet: Longhorn.

Um zu verstehen, woher der Name Longhorn kommt, muss man sich im Hinterhof von Redmond, wo die Microsoft Zentrale liegt, ein wenig auskennen. Eines der bekanntesten Schigebiete in der Nähe von Redmond ist Whistler Mountain. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Gegend ein regelrechtes Reservoir für Codenamen von Microsoft Produkten darstellt. So ist beispielsweise Whistler selbst der Codename für für das aktuelle Windows XP, ein anderer Gipfel in diesem Skigebiet spendet den Codenamen für die übernächste Windows Generation, nämlich Blackcomb (also den Nachfolger von Vista, den wohl erst in einigen Jahren geben wird).

Tja, und und eben dort gibt es 2 Seilbahn-Talstationen, eine auf den Whistler Mountain, eine andere auf den Blackcomb. Um von der einen Talstation zu der anderen zu kommen, muss man bei einer grossen Ski-Bar vorbei, dem Longhorn Saloon.

longhorn_saloon

Um also auf der Produkt-Roadmap von Whistler (=Windows XP) nach Blackcomb (=übernächste Windows Version) zu kommen, muss man über Longhorn (=Windows Vista) gehen!

Zusammengestellt hat diese Information übrigens mein Kollege Roland Hofmann, der selbst schon einige Male in der Gegend war, und wohl auch im Longhorn Saloon vorbei geschaut hat :)

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Error 404

Den kennen wir alle – Error 404 ist gleichermaßen bekannt und verhaßt, steht er doch für ein vom Webserver nicht gefundenes Dokument und damit für eine unerfolgreiche Suche. Aber woher kommt ausgerechnet die Zahl 404?

Da muß man ein bissl in der Zeit zurückgehen zu den Anfangsgründen des Internet – nämlich ans Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz, das so nebenbei auch die Gerburtsstätte des WWW war. Während der ganz frühen Tage wurden Suchanfragen an das WWW händisch (!!) bearbeitet. Man darf sich das so vorstellen: Wer ein im Netz gespeichertes Dokument nutzen wollte, mußte es in einem Raum im vierten Stock des Gebäudes bestellen. Genauer gesagt im Büro mit der Zimmernummer 404. Das funktionierte solange gut, bis die Zahl der Anfragen immer größer wurde und sich in die Hektik immer mehr Tippfehler einschlichen, mit dem Ergebnis, daß die Dokumente nicht gefunden wurden. Die Standardantwort der Archivare im besagten Büro war: "Room 404: file not found". Und das hat sich dann auch in die spätere Zeit, als längst derartige Anfragen automatisch beantwortet wurden, herübergerettet.

Entzückende Story eigentlich, gefunden auf der Webseite mit dem völlig passenden Namen http://www.room404.com/

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