Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Flughäfen

Es vergeht kein Monat, indem ich nicht irgendwo hinfliege, meistens innerhalb von Westeuropa oder in die USA. Das ist schon deutlich weniger als zu der Zeit, als ich noch für die Europazentrale gearbeitet habe und eigentlich im Flieger gelebt habe. Dennoch bekommt man mit der Zeit ein Gefühl für die ganz spezielle Stimmung auf Flüghäfen.

Einerseits ist da überall dieses gleichförmige Drängen und Strömen, eine Mischung aus viel zu hektischen Geschäftsleuten und viel zu chaotischen Ferienfliegern. Zwischen die Suche nach dem richtigen Gate oder der Lounge oder im schlimmsten Fall dem Gepäck gesellt sich die Langeweile des Wartens, auf das Boarding, den Anschluss-Flieger, das Delay. Dazwischen die im wesentlichen völlig uniformen Duty Free Shops.

Andererseits empfindet man doch eine ganz spezielle Stimmung auf einzelnen Flughäfen, die die allgemeine Hektik überlagert. Da ist auf US Flughäfen die geradezu unerträgliche Immigration-Zeremonie und die permanten Durchsagen dass man ja aufpassen soll – Achtung die Rolltreppe rollt, Vorsicht der Lift hat Türen die zugehen und jetzt gehen sie wieder auf, Obacht das Gepäckförderband startet usw. Heathrow dagegen ist gekennzeichnet von viel zu engen viel zu verwinkelten und viel zu langen Gängen mit scheusslichen Teppichböden, bietet aber dafür augenblicklich ein Gefühl für einen globalen Knotenpunkt. München und Frankfurt sind clean und kühl. Roissy hat dieses wunderbare Chaos das Paris eben auszeichnet und den typisch französischen Zugang zum Thema Architektur, hell und weit und auf dem Reissbrett als Skulptur entworfen. Kopenhagen ist skandinavisch freundlich, hat wunderbares Design und hohe Preise.

Tja, und Wien? Ganz klischeehaft und doch auf eine eigene Art wunderbar ist Wien sicherlich der Flughafen mit der meisten Kultur-Werbung pro zur Verfügung stehender Plakatfläche. Wenn man ankommt wird man richtig umspült von Plakaten von MQ, Liechtensteinmuseum, Albertina, KHM, Belvedere. Und natürlich steht Amadeus an jedem Eck rum, zumindest momentan.

So bieten Flughäfen bei aller Internationalität und aller Unverbindlichkeit immer auch ein gutes Stück Lokalkolorit. Und das ist grade beim Ankommen immer wieder schön zu erleben, in einer fremden Stadt wie auch in der Heimat.

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