Reflections on work and life.

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Studie Zukunft der Bildung am Europäischen Forum Alpbach präsentiert

Bild: In My Hand; The-Listen-To-It-Network; photocase.com 
Bild: Zukunft der Bildung, Foto: In My Hand; The-Listen-To-It-Network; photocase.com

Gestern wurde bei den Wirtschaftsgesprächen des Europäischen Forum Alpbach die von mir verfaßte Studie "Zukunft der Bildung – das potentialorientierte Bildungssystem" vorgestellt.

In dieser Studie habe ich ein Bildungswesen charakterisiert, das sich aus den Anforderungen der Wissensgesellschaft ableitet, und darauf durch gezielte inhaltliche und strukturelle Schwerpunktsetzungen vorbereitet. Diese umfassen u.A.:

  • Einen grundlegenden Perspektivenwechsel, um die individuellen Talente und Anforderungen des Einzelnen in den Mittelpunkt zu rücken.
  • Die Veränderung des Lernens in drei Dimensionen: Länge (lebenslang), Breite (neue Kompetenzfelder), Tiefe (neue Unterrichtsformen)
  • Die Schule der Zukunft muss sich zum Ziel setzen, Leadership für das eigene Privatleben, für die berufliche Karriere und für die Gesellschaft zu lehren.
  • Dazu sind bestehende Grenzen zu überwinden, beispielsweise im Bereich sozialer Barrieren und auch sich verändernder Rollenbilder etwa der Lehrer.

Im potentialorientierten Bildungssystem, werden soziales Lernen, Kritik- & Demokratiefähigkeit und solidarisches Handeln in Arbeits- & Privatleben unterstützt. Eine solide Grundausbildung, soziale und persönliche Kompetenzen, humanistische Allgemeinbildung, Medienkompetenz und Kreativität sind gleichberechtigte Partner.

Die Studie und Hintergrundmaterial dazu steht auf http://www.reflections.at/bildung/ zum Download bereit.

Arbeitskreis

Im Anschluss an die Präsentation hatte ich Gelegenheit, im Rahmen eines Arbeitskreises mit einem hochkarätigen Board darüber zu diskutieren – übrigens ausgerechnet in einer Hauptschule!

Arbeitskreis Forum Alpbach 2008. Foto: Yuri Goldfuß
Bild: Arbeitskreis Forum Alpbach 2008. Foto: Yuri Goldfuß

Hier einige der Kernaussagen der Podiumsteilnehmer:

Erwin Niederwieser, Abgeordneter zum Nationalrat und SPÖ-Bildungssprecher: "Ich kann eigentlich alles, was in dieser Studie steht unterschreiben"  […] "Eindeutig ist, dass der Output unseres Bildungssystems bei den derzeit eingesetzten Geldmittel nicht zufriedenstellend ist."

Herbert Paierl, Präsident des management club: "Österreichs Schulen stecken immer noch in den 70er Jahren. Die Schüler und Lehrer fühlen sich in diesem System derzeit nicht wohl. Deshalb ist es hart an der Zeit, sich Gedanken zu machen."

Josef Lucyshyn, Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung: "Das Bildungssystem hat sich in den letzten 30 Jahren entwickelt, aber nicht dahin, wo wir es heute brauchen. Wir haben es in den letzten Jahren nicht geschafft, das Lernen auf das Individuum zu konzentrieren. Österreich ist daher bildungspolitisch gefordert, eine Bestandsaufnahme und anschließend eine Reform des Bildungssystems zu machen."

Gertrude Schatzdorfer, Geschäftsführende Gesellschafterin Schatzdorfer Gerätebau GmbH & Co. KG und selbst ausgebildete Pädagogin: „Bildung beginnt nicht erst in der Schule, auch wenn das fälschlich oft so beurteilt wird. Der Kindergarten wird heute in Österreich noch immer nicht als Bildungseinrichtung gesehen. Dabei wird hier Wesentliches geleistet“

Handlungsbedarf besteht also, und die von mir aufgezeigte Richtung wird als wegweisend empfunden.

Einen breiten Diskussionsprozess initiieren

Die Veröffentlichung der Studie war somit der erste Schritt in einer Reihe von Maßnahmen, um einen breiten Diskurs zum Thema Bildung einzuläuten. Das heißt: More to come, stay tuned ;)

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