Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Neues (Schul)-Jahr, gleiches Spiel.

Wie kaum ein anderer Medienbeitrag ist der Teaser auf der heutigen KURIER-Homepage bezeichnend für den Zustand der heimischen Bildungspolitik:

Nichts Neues im Bildungsbereich. Quelle: Kurier, Bearbeitung: Reflections

Ich habe den konkreten Wunsch der Bildungsministerin im Bild ausgegraut, denn eigentlich spielt er in diesem Zusammenhang keine Rolle. Leider. Denn das Muster, das wir hier erkennen können, wiederholt sich schablonenhaft zum x-ten Mal: BM Schmied macht einen Vorschlag, Experten sehen ihn eher positiv, die ÖVP “ist genervt”.

Mir geht es dabei heute gar nicht darum, im Einzelnen Vorschläge oder Pläne zu bewerten, sondern darzustellen, wie aberwitzig mit dem vielleicht wichtigsten politischen Thema überhaupt umgegangen wird. Sachliche Bewertungen sind nicht relevant, werden auch erst gar nicht diskutiert; ja, man hat den Eindruck es gibt nicht einmal mehr einen ideologischen Wettstreit zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Vorstellungen und Anforderungen an ein Bildungssystem (das wäre ja zumindest sinnvoll).

Statt dessen geht es offenbar nur noch um zweierlei: Erstens, politisches Kleingeld zu wechseln, die jeweils andere Seite zu desavouieren, wohl in der trügerischen Hoffnung, damit die eigene Parteiposition zu stärken. Zweitens, sicherzustellen, dass nichts passiert, in der ebenso trügerischen Hoffnung, dass alles so bleiben könne, wie es ist.

Im Vorwort zu meiner Studie “Zukunft der Bildung” habe ich geschrieben:

Wir geben uns nicht der Illusion hin, dass die Veränderng des Bildungswesens eine einfache Aufgabe wäre. Die Herausforderung sollte sich jedoch nur aus der Größe und Komplexität der zu betrachtenden Systeme ergeben, nicht aber aus ihrem Beharrungsvermögen oder aus tagespolitischen Interessen. Gerade der Bildungssektor sollte nach unserer Ansicht in der Dimension der nachhaltigen Zukunftsorientierung eine Speerspitze der Gesellschaft darstellen, nicht die Nachhut.

Davon ist leider nichts zu bemerken. Beide regierenden Parteien erheben für sich jeweils den Anspruch, “staatstragend” zu sein. Angesichts des koalitionären Umgangs mit dem zentral staatstragenden Thema Bildung ist dieser Anspruch mehr als fraglich.

 

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