Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Jetzt nicht sparen!

Sowohl die aktuelle Wirtschaftslage als auch die düstere Prognosen für die unmittelbare Zukunft lassen keinen Zweifel daran: Wir stecken in der Krise. In einer solchen Situation soll man vorsichtig agieren, sein Risiko minimieren und Einsparungsmaßnahmen treffen.

Und gespart wird zunächst natürlich dort, wo es scheinbar nicht weh tut und offensichtlich recht einfach geht. Beispielsweise bei Training-, Aus- und Weiterbildung. Betrachtet man die bei Schulungsbudgets angesetzten Rotstifte, so könnte man zu dem Schluss gelangen, dass Qualifikationsmaßnahmen ein Luxusgut sind, das man sich zwar in guten Zeiten leistet, wenn es aber wirklich darauf ankommt unternehmerisch zu agieren, als erstes gestrichen werden kann.

Es gibt jedoch drei Gründe, warum Sie sich anders entscheiden sollten:

Erstens: Die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern bleibt das zentrale Thema für innovative und zukunftsorientierte Unternehmen. Daran ändert sich auch in einem schwierigen Marktumfeld nichts: Wer glaubt, ausgerechnet in Krisenzeiten auf qualifizierte Mitarbeiter verzichten zu können, und stattdessen nur ausgabenseitig agieren zu können, der täuscht sich. Ein reiner Kostenwettbewerb wird auf Dauer in Österreich nicht zu gewinnen sein. So sieht das auch die Industriellenvereinigung: 69% ihrer Mitglieder bezeichnen die Lösung des Fachkräftemangels als wichtigste Herausforderung für ihr eigenes Wachstum. Und nicht umsonst investieren Branchenriesen gerade jetzt in eigene Ausbildungsinitiativen, wie beispielsweise in das Projekt Microsoft Karrierecampus, um dem Wirtschaftsstandort neue Impulse zu versetzen und eine neue Innovationsdynamik auszulösen.

Zweites: Bildung zahlt sich aus. Es gibt einen klar nachweisbaren Zusammenhang zwischen Ausbildung von Mitarbeitern und Erfolg von Unternehmen. Setzt man die Forschungs- & Entwicklungsquote österr. Betriebe in Relation zu ihrer wirtschaftlichen Prosperität – ausgedrückt in Umsatzwachstum und Mitarbeiterwachstum – so erkennt man dies sehr deutlich: Je innovativer, desto erfolgreicher. Oder anders gesagt: Je eher die Mitarbeiter in der Lage sind, hochqualifizierte, kreative und innovative Leistungen zu erbringen, desto nachhaltiger ist der Erfolg des Unternehmens. Und dafür braucht es bestens ausgebildete Mitarbeiter.

Drittens: Erfolg entsteht aus der Differenzierung. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten ist es umso wichtiger, sich von seinen Mitbewerbern zu unterscheiden. Das gelingt einerseits durch kurzfristig wirksame absatzfördernde Maßnahmen, um die Nachfrage aufrecht zu erhalten. Zielführender ist jedoch antizyklisches Investment in mittelfristige Maßnahmen. Wer jetzt in Ausbildung und Forschung investiert, wird am Beginn des nächsten Konjunkturzyklus in der Pole Position stehen, während jene, die in der Krise nur gespart haben, erst einmal Versäumtes nachholen müssen.

Die richtigen Dinge zu unternehmen, anstatt scheinbar leicht eliminierbare Dinge zu unterlassen, ist also das Gebot der Stunde.

 

PS: Dieser Text erscheint im Rahmen meiner regelmäßigen Kolumne in der Computerwelt.

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