Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Die Qualität unserer Ziele bestimmt die Qualität unserer Zukunft

Kaum ist der Jahreswechsel erfolgt, steht auch schon das erste Modewort fest: Hinter uns liegen also die sogenannten “Nullerjahre”. Diese Bezeichnung ist nicht nur der Jahreszahl geschuldet, sondern auch den Ereignissen des vergangenen Jahrzehnts:

Es war eine Dekade, die von Terror, Terror-Angst und abnehmenden Bürgerrechten zugunsten scheinbar gesteigerter Sicherheit geprägt war; eine Dekade, in der gleich zwei Wirtschaftsblasen geplatzt sind, dot.com zu Beginn und Banken zum Ende des Jahrzehnts; eine Dekade, die von der UNO zum Jahrzehnt der Beseitigung des Kolonialismus ausgerufen war, und die wohl eher das Gegenteil erlebt hat, sowohl militärisch von Afganistan bis Irak, als auch wirtschaftlich durch eine immer weiter fortschreitende Globalisierung; eine Dekade der generationenprägenden Bilder von Tsunami bis 9/11; eine Dekade, in der Österreich innenpolitisch nach rechts gerückt ist, über Parteigrenzen hinweg.

Doch wer – wie der Spiegel – vom “verlorenen Jahrzehnt” spricht, anerkennt nicht die vielen positiven Entwicklungen, die wir ebenfalls in den letzten 10 Jahren erlebt haben: Die Erweiterung der EU inklusive einer gemeinsamen Währung; ein Amerika, das eine katastrophale Präsidentschaft und den Verlust weltweiten Vertrauens durch die Wahl eines zumindest symbolischen Hoffnungsträgers zu überwinden sucht; technologische Entwicklungen, die Ausgangspunkt für die Lösung aktueller Probleme sein können; ein beginnender Wertewandel zugunsten größerer Nachhaltigkeit.

Wie immer stehen Fortschritt und Problem in engem Verhältnis zueinander: Das Ende einer Geschichte ist auch der Anfang einer neuen.

Vor uns liegen die 10er-Jahre und mit ihnen die größten Herausforderungen unserer Generation: Eine gerechtere und nachhaltigere Wirtschaftsordnung zu erreichen; soziale Standards gerecht zu verteilen; unseren Energieverbrauch mit den ökologischen Möglichkeiten in Einklang zu bringen; eine vernünftige Balance zwischen Sicherheit und Freiheit zu verwirklichen; Bildung und Arbeitswelt zukunftssicher auszurichten; Parteien-Verdrossenheit in aktives politisches Engagement umzumünzen; … die Liste ist lang, die Aufgaben lohnend und die Lösungen komplex. Sie erfordern all unsere Aufmerksamkeit, unsere Talente, unsere Kreativität, unsere Kooperationsfähigkeit.

Was wir in zehn Jahren rückblickend über die 10-Jahre sagen werden, ob sie eine weitere Nuller-Dekade waren oder Durchbruchsjahre, hängt maßgeblich nicht von Politikern, Banken, Wirtschaftskapitänen oder NGOs ab, sondern von uns selbst in unseren Rollen als Familienmitglied, Bürger, Mitarbeiter, Führungskraft.

Von unserem eigenen Wunsch, diese Aufgaben wirklich lösen zu wollen, anstatt uns nur auf uns selbst zu konzentrieren; von unserer Vorstellungskraft, neue Wege beschreiten zu können; von unserem Willen, uns zielstrebig zu organisieren; von unserer Fähigkeit, all das auch in die Tat umzusetzen. Und daher letztlich davon, was wir uns vornehmen.

Denn es ist die Qualität unserer Ziele, die die Qualität unserer Zukunft bestimmt.

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2 Responses

  1. Hannes sagt:

    Mein Wunsch für die 10er Jahre: Vom Querdenken zum Neudenken zu kommen.

  2. @Hannes: Da stimme ich zu. Es gilt nach wie vor: „Innovate or evaporate“ (erfinde oder verschwinde)

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