Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Produktivität zu steigern bedeutet Informations- & Wissensmanagement

Teil 6 der Blogserie: Die neue Welt der Arbeit

Wissensarbeit ist komplex und wenig determiniert. Sie schafft durch Erfahrungsaufbau permanent neues Wissen und ist dabei stark personen- und kommunikationsorientiert. Als ihre wichtigste Ressource gelten die Wissensarbeiter, die viel autonomer zu Werke gehen, als Angestellte dies in der Vergangenheit taten.

Dementsprechend lösen organisch weiterentwickelte Wissenstrukturen bisherige statische Knowledge Management Konzepte ab. Isolierte Wissensinseln werden durch Offenheit und Vernetzung von Wissen ersetzt, sowohl firmenintern als auch über die Grenzen der Organisation hinaus. So verwenden 63% aller Büroarbeitskräfte mindestens 1x pro Tag soziale Webseiten – und 46% haben sich schon einmal über berufsbezogene Themen darüber ausgetauscht.

In diesem Prozess ist die angestrebte Steigerung der Produktivität jedenfalls durch fortwährende Rationalisierung von Arbeitsabläufen nicht zielführend. Oder anders gesagt: Tayloristische Ansätze greifen im Zusammenhang mit Wissensarbeit nicht. Statt dessen sind vor allem die Unterstützung von Suchen und Finden von Information, von Kommunikation und Collaboration und von Kreativität und Wissensaustausch zielführend und notwendig.

Im Blick behalten sollte man dabei vor allem auch die Tatsache, dass Information Overflow und Ablenkung durch vielschichtige Informationskanäle zu wesentlichen Hemmnissen produktiver Wissensarbeit und zu Belastungsmerkmalen vieler Arbeitnehmer zählen. Im Büro kann man sich im Schnitt nur 11 Minuten lang auf eine Aufgabe konzentrieren – die mentalen Kosten der ständigen Kontextveränderungen steigen und damit sinkt die Produktivität.

Das Etablieren und Fördern einer Unternehmenskultur und das Einrichten einer entsprechenden Arbeitsumgebung, die Wissensarbeit unterstützen und ermöglichen, ist also eine entscheidende Voraussetzung für Produktivitätssteigerungen. Dazu zählen mobile individualisierte Arbeitsplätze, die Unterstützung von Networking, Wissens- und Erfahrungsaustausch etwa durch vernetzte Raum- und Gebäudestrukturen und eine Kultur der Offenheit und Neugier.

Neben der Produktivitätssteigerung des Einzelnen hat der Fokus somit vor allem Teamwork-, Collaboration- und Communication-Szenarien zu liegen.

Kernaussage
Die neuen Instrumente des Wissensmanagements müssen in der Lage sein, die Gratwanderung zwischen fokussiertem Arbeiten und „Multi-Sourcing“ produktivitätssteigernd zu unterstützen.

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2 Responses

  1. […] Teil 6: Produktivität zu steigern, bedeutet Informations- & Wissensmanagement […]

  2. […] This post was mentioned on Twitter by Franz Kuehmayer and Bene, Human Outlet. Human Outlet said: RT @franzku: NEU am Reflections Blog: Teil 6 der Serie "Zukunft der Arbeit" http://ow.ly/2wmIA #futureofwork #serie6 […]

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