Reflections on work and life.

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Alpbach Arbeitskreis zur Zukunft der Arbeit: Wie geht man’s an?

Beim Europäischen Forum Alpbach war ich auch heuer wieder eingeladen, im Rahmen eines Arbeitskreises einen Beitrag zum Thema Zukunft der Arbeit zu leisten.

Mit mir im Arbeitskreis waren Christine Marek, Nationalratsabgeordnete und Diversity-Expertin; Barbara Kellner, Co-Autorin der Studie Flexible Working 2012 und Human-Capital Consultant bei Deloitte Österreich sowie Michael Bartz von der FH Krems, moderiert wurden wir von Alexandra Moser, Leiterin des Geschäftsbereichs Information Work bei Microsoft und selbst ausgewiesene Expertin im Thema Neues Arbeiten.

Im Arbeitskreis fiel mir, aufgrund der jahrelangen Expertise mit dem Thema und der umfassenden Praxiserfahrung aus unzähligen Beratungsprojekten in ganz Europa, die Aufgabe zu, zu erläutern, wie man einen solchen Schritt angeht.

Während also die grundsätzliche Frage, ob man sich mit zukunftsorientierten Arbeitsformen auseinandersetzen sollte und zumindest Teile dessen, was unter dem Begriff “Future of Work” läuft, im eigenen Unternehmen implementieren sollte, weitgehend ausser Streit gestellt war, blieb im Kern der Diskussion der Wunsch nach konkreten Hinweisen zu erfolgsversprechenden Schritten.

Ich habe den Teilnehmern dazu geraten, folgende 5 Schritte zu durchlaufen – dies entspricht auch dem Vorgehensmodell, das wir in der Beratungspraxis erfolgreich umsetzen:

1)   Entscheiden Sie sich für ein analytisches Vorgehensmodell

Um vom diffusen Gefühl, etwas verändern zu müssen/wollen zu entscheidbaren Optionen zu gelangen, ist es nötig, das Thema zu objektivieren. Dabei geht es gar nicht so sehr um Exaktheit von ROI-Erwartungen (die vielfach nur künstliche Genauigkeit haben), als vielmehr um ein Ausser-Streit-stellen von konkreten Nutzenfeldern für Ihr Unternehmen.

Wir setzen dazu seit Jahren die von uns entwickelte LTX®-Methode ein, die sehr klar und eindeutig Potentiale aufzeigt, die sich durch moderne Arbeitsformen in Unternehmen erschließen lassen – von besserer Kommunikation, optimierter Zusammenarbeit bis hin zu konkreten Kostenspar-Chancen.

2)   Finden Sie Inspiration und profitieren Sie von Erfahrungen

Es gibt bereits eine Vielzahl von Implementierungen und eine große Menge an verfügbaren Daten und Fakten. Nutzen Sie sie, es gibt keinen Anlass dafür, das Rad immer wieder neu erfinden zu wollen. Aber interpretieren Sie die Beispiele, die Sie sehen immer wieder für Ihr Unternehmen. Lassen Sie sich inspirieren, aber kopieren Sie nicht andere.

Wir veranstalten beispielsweise Führungen bei Unternehmen, die die Zukunft der Arbeit bereits in die Praxis umgesetzt haben (etwa: Microsoft Österreich), erstellen aber auch Studien, die die Bandbreite an möglichen Lösungen für bestimmte Facetten aufzeigen (so haben wir etwa für eine Organisation der öffentlichen Hand unterschiedliche Arbeitszeitmodelle gegenübergestellt und Referenzbeispiele recherchiert).

3)   Entwickeln Sie eine gemeinsame Vorstellung von der Zukunft

Einigkeit im Management darüber zu erzielen, wohin die Reise gehen soll, klingt wie eine nicht weiter erwähnenswerte Selbstverständlichkeit, ist es aber nach unserer Erfahrung nicht. Dabei ist eben diese gemeinsame Vorstellung von einem Zielbild ein wesentlicher Erfolgsfaktor, nicht zuletzt auch in der unternehmenskulturellen Ausprägung der Zukunft der Arbeit.

Wir arbeiten dazu mit Instrumenten der Visionsentwicklung, aber auch mit Tiefeninterviews und erzielen damit sehr transparente Ergebnisse.

4)   Leiten Sie einzelne Handlungsfelder ab, und verknüpfen Sie sie

Aus den Schritten 1 bis 3 lassen sich spezifische Entscheidungen ableiten: Welche Handlungsfelder haben wir, welche Optionen stehen uns zur Verfügung? Welche Schritte wollen wir gehen, welche nicht? Wie priorisieren wir?

In dieser Phase erstellen wir für und mit unseren Kunden einen Fahrplan, der die Projektisierung der einzelnen Handlungsstränke möglich macht. Und wir helfen dabei, zu verbinden, was zueinander gehört – etwa Führungskräfte-Kompetenzentwicklung und neue Arbeitsmodelle. Die eigentliche Umsetzung (etwa die zur Kompetenzentwicklung eingesetzten Trainings) erbringen wir dabei selbst, arbeiten mit Partnern zusammen oder koordinieren uns mit dem Kunden bereits gut vertrauten Dienstleistern.

5)   Binden Sie Ihre Mitarbeiter durch professionelles Change Management ein

Während im Schritt 4 entschieden wurde, was umgesetzt wird, beschäftigt sich die Phase 5 ausführlich damit, wie der Wandel implementiert werden soll. Hier geht es um einen umfassenden Change-Plan, entsprechende Partizipationsmöglichkeiten, klare Entscheidungsstrukturen und einen Kommunikationsplan.

An dieser Stelle setzen wir in der Regel auf intensive Einbindung von Mitarbeitern. Je nach Unternehmensgröße, -struktur und –kultur kann dies auf sehr unterschiedliche Art geschehen, ist aber nach unserer Erfahrung jedenfalls ein Schlüsselfaktor in der erfolgreichen Umsetzung, dem wir in unseren Projekten große Aufmerksamkeit widmen.

All das erfordert Sorgfalt, Professionalität und Ressourcen. Erfahrene Berater können Ihnen dabei in jedem Schritt zur Seite stehen, allerdings nicht die Verantwortung dafür abnehmen, die Zukunft der Arbeit für Ihr Unternehmen spezifisch zu gestalten.

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Franz Kühmayer ist einer der einflussreichsten Vordenker zur Zukunft der Arbeit.
  
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