Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Wissen ist Macht.

Mit diesem Konzept sind die meisten Menschen vertraut. Schließlich wurden wir nach diesem Motto erzogen und auch in der Schule entsprechend sozialisiert: Was in Unternehmen heute Collaboration genannt wird und hoch gefragt ist, hieß im Klassenzimmer schlichtweg Abschreiben, war verpönt und wurde bestraft; denn nur wer mehr weiß als die anderen, bekommt die gute Note.

Die zugrundeliegende Haltung prägt fürs Leben: Wer etwas weiß, ist im Vorteil, daher wird Wissen zurückgehalten und als Machtfaktor zum richtigen Zeitpunkt ausgespielt.

Im Laufe der beruflichen Karriere gräbt sich dieses Muster tiefer ein und entwickelt sich zur Kultur des Information Hiding weiter, die entweder mit machiavellischer Finesse angewendet wird, oder schlichtweg den Alltag in Firmen prägt. Genau daran scheitern Projekte wie etwa CRM-Einführungen oder interne Best-Practice-Austauschplattformen. Immer die gleiche Frage: Wozu soll ich mein Wissen preisgeben, was ist meine Incentive? Der Anreiz, durch Bekanntgabe von eigenem Wissen im Austausch mit anderen insgesamt zu profitieren, reicht offenbar nicht aus.

Allzu leicht sitzen wir dem Irrglauben auf, dass die Kostbarkeit des Wissens sich aus dessen Verknappung ergibt.

Das Gegenteil ist der Fall. Innovation ist immer auch “Abschreiben”, Erkennen von Nützlichem in Bestehenden, Neusortieren von Bekanntem und Neuordnen von Vorhandenem. Das gilt nicht nur für dingliche Innovationen, sondern gerade auch für geistige: Eine gute Idee beruht nicht selten auf dem Vorwissen von jemand anderem, auf dem Weiterführen von Gedankengängen und Fertigspinnen von Gedanken Anderer. 

Leadership-Konsequenz: Damit im Unternehmen Ideen florieren und Innovation gedeiht, muss das Wissen möglichst frei fließen, muss Austausch gefördert und gefordert werden, müssen alte Zurückhaltestrategien aufgebrochen werden. Und zwar hierarchie- und abteilungsübergreifend.

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Filed under: DailyLeadership, Innovation, Leadership

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