Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Ein integrativer Zugang zu Kommunikation

Teil 3 der Kurzserie: Digitale Leadership in der Netzwerkgesellschaft

Wie smart, innovativ und zukunftsfähig ein Unternehmen in der digital unterstützten Kreativ-Ökonomie sein kann, hängt entscheidend von den internen Kommunikationsstrukturen ab:

Wissenshortung oder Infosharing?

Wissen ist Macht, oder frei zirkulierender Wissensaustausch?

Besondere Bedeutung erlangen diese Fragen angesichts der unterschiedlichen Generationen, die in europäischen Unternehmen beschäftigt sind. Traditionell gesprägte Vorstände, mit vorgeschaltetem Sekretariat und einer “Haben Sie schon lesen lassen, was ich Ihnen habe schreiben lassen?”-Mentalität treffen auf die Generation Facebook, die Instant Messaging, Social Networks und Online-Apps ganz selbstverständlich voraussetzt. Das in epischer Prosa verfaßte Strategiemail wird mit einem knappen “Thx, LOL :-)” beantwortet und führt zu Unverständnis auf beiden Seiten. Der eine wundert sich über den flapsigen Umgangston, dem anderen hätte ein kurzes Youtube-Video mehr zusagt, als das seitenlange Memo.

Entscheidend dabei ist, von einer Richtig/Falsch-Bewertung Abstand zu nehmen, und anzuerkennen, dass viele verschiedene Kommunikationswelten existieren – und es daher Führungsaufgabe ist, diese Welten miteinander zu verbinden und zu einer produktiven Zusammenarbeit verschmelzen zu lassen. Die Herausforderung der Zukunft liegt darin, auch in der Kommunikation sicherzustellen, dass nicht nur gleichzeitig gearbeitet wird, sondern miteinander – und dabei voneinander gelernt. Das betrifft generationsübergreifende Kollaboration, aber auch die smarte Wahl unterschiedlicher Kommunikationsstile und -mittel je nach Aufgabenstellung, Situation und persönlicher Vorliebe.

Konsequenz für Führungskräfte: Zielführende und zukunftsweisende Kommunikation zu gestalten, bedeutet eben nicht nur, mit den Herausforderungen in Sachen Komplexitätsreduktion und Informationsüberfluss umgehen zu lernen, sondern den Faktor Mensch in seiner Unterschiedlichkeit und Vielfalt als Quelle der Energie zu begreifen.

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So macht die APA Informationen "verdaubar"

In der hektischen Medienwelt fällt es oft schwer, Zusammenhänge zu erkennen und nachzuvollziehen. Die österreichische Presseagentur APA (nach eigenen Angaben der größte größten Informationsservice-Anbieter des Landes) setzt daher auf Visualisierung – und zwar auch, aber eben nicht nur, auf die allseits beliebten Tag-Clouds, wie die folgenden Beispiele zeigen:

APA Parlaments Visualisierung

Die Parlaments-Visualisierung zeigt anhand eines stilisierten Plenums an, welche Abgeordneten und Regierungsmitglieder zum gesuchten Thema in den Medien vorkommen. Wer etwas zum betreffenden Thema gesagt hat, welche politischen Akteure miteinander in Interaktion stehen und wer wo involviert ist, wird somit auf einen Blick klar. Und wie im wirklichen Leben wird derjenige größer dargestellt, der mehr zu sagen hat (bzw. öfter in den Medien vorkommt). Mit einem Klick auf die Person bekommt man eine Liste der betreffenden Meldungen angezeigt.

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Die Geo-Visualisierung zeigt auf einer Landkarte von Österreich die Orte, die in den gefundenen Dokumenten genannt werden. Auf einen Blick wird deutlich, wo sich die Brennpunkte des Geschehens zum gesuchten Thema befinden und wo eventuell unerwartete örtliche Bezüge auftauchen. Und auch hier gilt: Je größer die Treffermenge zu einem Ort ist, umso deutlicher wird der Ort dargestellt.

Wer zu bestimmten Stichworten ergänzende Informationen sammeln möchte, dem werden über Contentlinks zum aktuellen Kontext passende Stichworte aus dem Brockhaus angezeigt.

Möglich wird dieser Blick hinter die Kulissen übrigens durch ein Service, das APA Labs heißt. Damit sollen Kunden und Interessierten die Möglichkeit haben, das Angebot der APA auszuprobieren und Feedback zu geben. Bei den Recherchen in den verschiedenen Modulen der APA-Labs ist die Trefferzahl des Suchbegriffes eingeschränkt – trotzdem ist "Rumspielen" mit den APA Werkzeugen recht spannend.

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Bildersuche einmal anders

Einer der Fokusbereiche meiner Beratungstätigkeit ist das Geschäftsfeld Informationsdesign. Dabei geht es – unter anderem – auch um die möglichst smarte Visualisierung komplexer Zusammenhänge und/oder großer Datenmengen. Beispiele für derartige Aufgaben finden sich in den Bereichen der Vermittlung aufwändiger Projektinhalte, bei Business Intelligence Darstellungen oder auch bei Leitsystemen.

Und natürlich auch im Bereich Mensch-/Maschine-Schnittstelle, wie man früher zu User Interface Design gesagt hat. Gerade in diesem Feld gibt es in letzter Zeit endlich wirklich signifikante Fortschritte, wie sich beispielsweise anhand des Apple iPhone oder des Microsoft Surface Projektes zeigen läßt.

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Es geht aber auch einfacher und ganz ohne Hardware zu bemühen, wie das aussergewönliche Projekt PicLens des kalifornischen Unternehmens CoolIris zeigt. PicLens ist ein winzig kleines Plugin für den Firefox Browser und ermöglicht es, auf ganz aussergewöhnliche Art in großen Bildbeständen zu blättern und zu suchen. Das Plugin bietet eine dreidimensionale Bildwand für Fotoseiten wie bspw. Google, Flickr, Facebook und mehr. Auf mehr als anschauliche Weise werden die Suchergebnisse dargestellt und dem Benutzer zur Interaktion angeboten.

PicLens ist kostenfrei, in wenigen Sekunden installiert und wird Ihre Art, mit Bildern im Web umzugehen, nachhaltig verändern. Ein echter Tipp!

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Impressum & Kontakt

Franz Kühmayer ist einer der einflussreichsten Vordenker zur Zukunft der Arbeit.
  
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