Reflections on work and life.

Aspire the impossible. Create the future.

Kreativität schafft sich Raum – bzw. umgekehrt.

Eine der wesentlichen Voraussetzungen von Kreativität ist Raum, und damit meine ich nicht nur abstrakte Freiheitsgrade, sondern durchaus auch den uns umgebenden, physischen Raum.

Dabei spielen in zunehmendem Maße Mobilität und Flexibilität wichtige Rollen. Das berühmte "Arbeiten im Kaffehaus" ist nicht länger das Vorrecht der Künstler und Bohemians, sondern Alltag für Wissensarbeiter. Wer sich davon überzeugen möchte, macht einfach den Praxistest und besucht tagsüber das Café Landmann, Prückel oder Dommayr in Wien und stellt fest: Der überwiegende Teil der Gäste ist nicht zum Zeitunglesen da und auch nicht aus touristischen Motiven, sondern zum Arbeiten im erweiteren Büro (Und wer nicht immer in die gleichen Lokale gehen und trotzdem arbeiten will, wirft einen Blick auf Helge’s WLAN Liste und plant seinen Tag entsprechend). Mobile Arbeitsräume finden sich aber auch an vielen anderen Orten: Flughafenlounges, Eisenbahnabteile, Taxis, u.v.m. Vieles, was früher nur der Überbrückung zwischen 2 Arbeitsplätzen diente, hat sich – dank der IKT Möglichkeiten – als lupenreines Büro etabliert.

Ebenso wie Mobilität zeigt sich die Notwendigkeit, bestehende Büroräume flexibel zu gestalten: Zu schnell ändern sich vielfach Unternehmensprozesse und -strukturen, als dass für Jahrzehnte gebaute Bürostrukturen Schritt halten könnten. Teams werden projektorientiert zusammengestellt und sollen für die Dauer des Projektes auch zusammenarbeiten können; in manchen Firmen ist die unternehmenseigene Cafeteria der wichtigste Meetingraum geworden.

Aber nicht nur aus der Notwendigkeit heraus werden Büros anders gestaltet als in der Vergangenheit: Unter der Leitlinie, daß der zukünftige wirtschaftliche Erfolg immer stärker von der Innovationskraft und somit der Kreativität abhängt, ist man (endlich) auch davon abgekommen, Menschen in legefarmähnlichen Cubicle-Strukturen unterzubringen. Kreativität braucht eine inspirierende Athmosphäre, und somit auch ganz besondere Büroräume.

Erstaunliche Beispiele aktueller Umsetzungen dieses Gedankens findet man hier – unter dem sinnigen Titel "10 annoyingly brilliant office interiors" gestattet man uns einen faszinierenden Blick in die Büroräumlichkeiten u.a. des Filmstudios Pixar, der Werbeagentur TBWA, des Internet-Champion Google, der Online-TShirt-Company Threadless und anderen.

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Franz Kühmayer ist einer der einflussreichsten Vordenker zur Zukunft der Arbeit.
  
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